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Logbuch

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07.03.2009 – Los Angeles

Morgens erhalte ich eine E-Mail von Markus: Kein Mitglied unserer Crew hätte auf dem Weiterflug mit Delta von Atlanta nach München schlafen können, die Sitze seien bis auf die Metallfedern durchgesessen gewesen und der Monitor zum Filmegucken sei auch ausgefallen. Ich berichte von meinem Heimreise-Marathon mit US Airways und schlage vor, in Zukunft per Schiff zu reisen. Am liebsten auf der »Phoenix«.

Welch überzeugende Werbung für amerikanische Flugkultur. Noch einmal zum Mitschreiben: Man fliege überhaupt nur noch, wenn kein Schiff, Zug, Fahrrad, Pferdekarren einen ans Ziel bringt. Oder wenn man Umwelt-Dokus dreht, Weltrettung betreibt und damit den hehren Anspruch von vornherein kompromittiert …

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9 Kommentare
  1. Lilli schreibt

    Hallo Herr Jaenicke,
    im heutigen Biounterricht hielt eine meiner Mitschülerin ein Referat über die Themen ihres Buches und sie können sich mit Sicherheit vorstellen, wie schockiert wir alle waren! Die Informationen sind beinahe eine Überforderung für den menschlichen Verstand, denn sich auszumalen was Menschen mit Tieren (z.b. dem Orang Utan Polly) anrichten können und welche Rechte sie sich dazu heraus nehmen bleibt unbegreiflich.
    Einmal von diesen Informationen gehört, lassen sie einen nicht mehr los und ich, sowie auch meine Klasse, möchten von nun an versuchen noch bewusster die Umwelt zu schützen. Der erste Schritt, wenn auch nur ein kleiner, wird sein, ihre To-Do Liste für den Umweltschutz so gut wie möglich in die Tat umzusetzen!
    Hiermit danke ich ihnen für dieses Buch, diese Aufklärung und bedauere es zutiefst, ein Teil einer Gesellschaft zu sein, die solche Taten zustande bringt.

  2. Susanne Baumung schreibt

    Hallo Herr Jaenicke,

    seit ich Ihr Buch gelesen, und einige ihrer Filmdokumentationen gesehen habe, bin ich in stetem Aufruhr und kann nicht mehr still zusehen, bzw. meinen Mund halten oder meine Hände nicht zum schreiben und mitteilen ruhig halten. Und stets bin ich auf der Suche nach neuen Informationen um zukünftig, mit mehr Umweltbewustsein einzukaufen.
    Ich möchte Ihnen meinen allergrößten Dank aussprechen für Ihre großartige, lebenswichtige Aufklärungsarbeit die mir die Augen geöffnet hat.
    In Zukunft werde ich mein Konsumverhalten extrem verändern und jeden den ich kenne, mit dem was ich von Ihnen alles erfahren habe und noch erfahren werde, weitergeben, in der Hoffnung das Ihre Arbeit so viele Früchte wie nur irgend möglich trägt.

    Wenn mich der Mut packt werde ich hoffentlich auch noch mehr wagen … ich weiss es noch nicht.
    Denn ich habe auch neben meiner unendlichen Trauer über so viel Leid was den Tieren zugefügt wird auch einen reisigen Berg Wut, mit dem ich noch nicht weiß wohin.
    Schauspieler, oder Komedians oder in der Öffentlichkeit stehende Personen sollten sich noch viel mehr in dieser Hinsicht engagieren, denn Sie erreichen die Massen viel leichter.
    Wofür sind die Medien denn sonst da?
    Ich muß mich wirklich wundern, mit wie viel schrottiger Werbung wir zugeschmissen werden und wer sich für manch eine Werbung hergibt, ohne vielleicht zu wissen für was er da wirbt und welchen Schaden er/sie damit anrichtet.
    Ich wünsche mir mehr von solchen mitfühlenden, aufrichtigen Menschen im TV-Geschäft wie Sie es sind, das wäre wirklich schön.
    Ihnen wünsche ich auch weiterhin viel Kraft und Mut für die Zukunft und nochmals
    Danke, danke, danke

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanne Baumung

  3. M. Müller schreibt

    Guten Abend, Herr Jaenicke,

    erst heute kam ich dazu, die aufgezeichnete Sendung des letzten Nachtcafés anzuschauen:

    AUTHENTISCH – EHRLICH – TATKRÄFTIG

    Ja, ich möchte noch zufügen:
    Vorausschauend und eindringlich aber nicht „besserwisserisch“ (obwohl Sie es ja wirklich besser wssen!!!):
    Ich bin begeistert von Ihrem Auftreten und Ihrer Argumentation!

    Man kann nur hoffen, dass immer mehr im öffentlichen Blickpunkt stehende Personen Ihrem Beispiel folgen und dadurch zu Multiplikatoren werden (können), um unsere Erde für uns und unsere Kinder zu schützen!

    In inhaltlicher Verbundenheit,
    M. Müller

  4. Günter Köster schreibt

    Bravo, Herr Jaenicke,

    eine gelungene Sensibilisierung für wesentliche Themen, die in unserem Informationszeitalter zu gerne verschwiegen wird.

    Leider sind diese Themen weder wirtschaftsfördernd, noch tragen sie zum Shareholder Value bei. Da diese Merkmale fehlen oder eher contra produktiv auf diese Faktoren wirken, werden diese Fakten verschwiegen oder schön geredet. Haben wir schon jemals Begriffe wie Human Value oder Animal Value in den einschlägigen Medien gehört?

    Mit Ihrem Engagement könnte hier ein Neuanfang und ein Umdenken eingeleitet werden. Es wäre schön dieser Bewegung zu folgen.

    Ich sehe leider noch nicht den Lichtschweif am Horizont; ich hoffe, dass es weiter geht und jeder Ihren Ausführungen folgt. Ich bin dabei – und nun sind wir schon zu zweit.

    Viele Grüße, Partner
    Ihr Günter Köster

  5. H. G. Voss schreibt

    Hallo Herr Jaenicke,

    eben gerade habe ich eine Wiederholung des Nachtcafés zum Thema „Vorbilder“ gesehen. Ihre Appelle zu Authentizität und Glaubwürdigkeit kann ich nur unterschreiben. Ihr Engagement, ohne Pathos beschrieben, hat mich beeindruckt. Eines allerdings „steckt mir quer“: Sie haben geschildert, wie sie ihre Überzeugungen im Privatleben umsetzen. Schade, dass Sie nicht hinzugefügt haben, dass ein solches Verhalten (Fair-Trade-Produkte kaufen etc.) nur Menschen möglich ist, die DEUTLICH mehr Geld als das Existenzminimum zur Verfügung haben — oder aber viel Zeit, Energie und die Fähigkeit zu kreatviem Denken/Handeln. Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die am unteren Ende der Einkommens- (oder Hartz IV-) Skala leben. Mittlerweile bin ich geneigt zu denken, dass umweltschützendes und die Menschenwürde achtendes Konsumverhalten zu den „Luxusgütern“ dieser Gesellschaft zählt. Leider.

    Das soll die Achtung vor Ihrem Engagement nicht schmälern.

    Viele Grüße, (Frau) H.G. Voss

  6. An den Stuttgarter!
    Da sind Sie wieder ,geben ueberall Ihren Senf dazu, doch sind zu feige Ihren Namen zu nennen !!!
    Doch so sind Sie halt , die kleinbuergerlichen – immer alles besser wissenden – ignoranten – auf Ihre “ Bild – Zeitung“ wartenden Buerger der altenen Bundeslaender , die immer noch denken , das doch alles i.O sei !!!!!
    mfg

    Joern Hauke
    P.S Weiter so Hannes !
    ( das denken dieser Menschen bewog mich zu dem Schritt , Deutschland zu verlassen )

  7. Bianca Klak schreibt

    Hier der Link zum Spiegel-Kommentar von Hannes Jaenicke zu S21:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,722708,00.html

    Herzliche Grüße
    aus der Online-Redaktion

  8. Sehr geehrter Herr Jaenicke,

    ich habe soeben Ihren Kommentar zu S21 im Spiegel-Online gelesen.

    Ehrlich gesagt geht mir dabei gewaltig die Hutschnur hoch!

    Sie schreiben selber:

    „Warum bloß engagiert sich ein Schauspieler, der in Los Angeles zu Hause ist, gegen den Bau eines Bahnhofs in einer deutschen Provinzstadt?“

    Also, warum tun Sie das? Überhaupt, was soll die Abqualifizierung von Stuttgart als Provinzstadt?

    Ziehen Sie nach Stuttgart oder in die Stuttgarter Umgebung! Quälen Sie sich mal tagtäglich von Heilbronn nach Stuttgart über die A81 oder über die A8 den Drackensteiner Hang rauf und runter.

    Zahlen Sie Ihre Steuern in Baden-Württemberg und nicht in California!

    Stellen Sie sich von mir aus beim Daimler ans Band oder strengen Sie Ihren Grips an und überlegen mal, welche zukunftsweisende Produkte die Welt noch so braucht, die in Baden-Württemberg entwickelt und produziert werden könnten.

    Bringen Sie Stuttgart und Baden-Württemberg vorran!

    Haben Sie sich denn mal vor Ort ein Bild gemacht? Haben Sie eine Ahnung davon wie immens viel Wald wir in Stuttgart haben und wie viele Bäume dort jedes Jahr gefällt werden, die kein Schwein interessiert. Haben Sie sich mal vor Ort angesehen, wie mickrig klein der Eingriff in den Schloßpark im Verhältnis zu seiner absoluten Größe ist?

    Haben Sie eine Ahnung von den Mineralquellen? Haben Sie schon mal im Leuze oder im Bad Berg gebadet? Haben Sie überhaupt einen Schimmer davon, wie viele Tunnel wir schon in Stuttgart haben? Durch Gipskeuper!

    Wissen Sie, dass unter dem neu zu bauenden Tiefbahnhof bereits ein S-Bahntunnelsystem besteht? Und, ist irgendwo der Mineralwasserzufluß versiegt, der sowieso oberhalb des Bahnhofsniveaus vonstatten geht?

    Kennen Sie den Schwabentunnel, den Heßlacher Tunnel, den Wagenburgtunnel und den neuen Engelbergtunnel? Können Sie die oft negativ angeführten regelmäßigen gipskeuperbedingten Sanierungen des Engelbergtunnels in Beziehung zu dessen gewaltigem Nutzen setzen? Kennen Sie die neue U-Bahn-Linie U12, die direkt am Bahnhof aus dem Berg kommt? Hat der dortige Tunnelbau irgendjemanden gestört, hat ihn die Allgemeinheit überhaupt bemerkt? Protestiert irgendjemand gegen dessen Kosten? Ist deswegen schon eine Quelle versiegt? Ist eine Haus eingestürzt?

    Wissen Sie eigentlich, dass wir schon ein hervorragendes ÖPNV-System in Stuttgart haben und das es weiter ausgebaut wird – trotz der angeblich fehlenden Mittel durch S21? Sind wir finanziell für alle anderen ÖPNV-Systeme der Republik verantwortlich?

    Ist Ihnen eigentlich klar, wie angespannt die Verkehrssituation in und um Stuttgart trotz der bereits sehr guten S-und U-Bahnen ist?

    Haben Sie sich mal überlegt, wie viele Arbeitsplätze, gerade auch dringend benötigte einfache, nicht verlagerbare Arbeitsplätze, in Stuttgart durch S 21 geschaffen werden? Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass es mittel- und langfristig auch sinnvoll sein kann, wenn das Projekt 10 Mrd. kostet?

    Haben Sie eine Ahnung davon wie viel Druck ein so großer neuer Stadtteil aus der Immobilienpreisentwicklung im Rest der Stadt nehmen kann? Haben Sie eine Ahnung davon, um wie viel die tägliche Verkehrsbelastung am Pragsattel gemindert werden kann, wenn 10000 Menschen schon in der Stadt wohnen anstatt täglich rein- und rauszufahren? Die Ersparnis an dafür benötigter Energie ist zeitlich nicht limitiert! Ist das also so schlecht, wenn viele Menschen in Zukunft in der Nähe Ihrer Arbeitsplätze wohnen werden?

    Wissen Sie eigentlich wie gut sich die Innenstadt bis hin zu Rosensteinpark und Neckar aufwerten lassen? Haben Sie mal überlegt, dass dies auch Vorteile für angrenzende, bisher eher vernachlässigte Stadtteile bietet?

    Haben Sie mal darüber nachgedacht, was eine schnellere Anbindung der Fildern an die Innenstadt durch den Fildertunnel bringt? Dass bestimmte, wesentlich günstigere Vororte auf den Fildern attraktiver für Pendler werden? Gerade auch für Familien mit Kindern, die ganz gerne einen halbwegs bezahlbaren Garten hätten.

    Wie finden Sie eigentlich die durch S21 gute Vernetzung von Ulm und Stuttgart? Gerade auch der Forschungszentren (Universitäten, Fraunhofer, Max-Planck, industrielle Forschung, wie z.B. beim Daimler und bei Bosch). Ulm wird mit der neuen 28 Minuten S21 Verbindung quasi zum Vorort von Stuttgart. Haben sie bedacht, dass dies manchen Umzug ersparen wird und Menschen trotz Arbeitsplatzwechsel weiterhin ihren angestammten Wohnort und Ihr soziales Umfeld behalten können?

    Wissen sie eigentlich, dass wir in Stuttgart was Kinderbetreung anbelangt infrastrukturell gut aufgestellt sind? Warum sollen wir über unseren sowieso schon erheblichen Beitrag innerhalb des Länderfinanzausgleichs für die Kitas im Rest der Republik verantwortlich sein? Müssen wir gar auch für Kitas in L.A. zahlen?

    Wir sind in Baden-Württemberg zusammen mit Bayern die Lokomotive von Deutschland! Wir zahlen eine Menge Steuern, die der ganzen Bundesrepublik zugute kommen!

    Und überhaupt, was hat unser neuer Stadtteil und Hauptbahnhof mit Gorleben zu tun? Warum vermischen Sie die mäßgen Leistungen unserer Bundesregierung mit unserer lokalen Stadtentwicklung?

    Wie lange haben Sie eigentlich schon in Stuttgart gelebt? Haben Sie dies in Zukunft vor? Was zur Hölle soll also die Einmischung, wenn Sie persönlich von alle dem gar nicht tangiert sind?

    Meine Landsleute dürfen mir gerne jegliche Kritik vortragen, aber sich dermaßen über TV und andere Medien von außerhalb einzumischen ist wirklich unter aller Kanone! Unter aller Sau ist das!

    Es grüßt ein außerordentlich wütender Stuttgarter!

  9. Betrifft: Stuttgart 21
    Lieber Herr Jaenicke!
    Zualler erst:
    Danke für Ihr Engagement, es ist nicht selbstverständlich, wenn ein Mann wie Sie, der so erfolgreich im Mediengeschäft steht sich für Bürgerbelange einsetzt.
    Zweitens: Da wir uns etwas ähneln, fühle ich mich Ihnen verbunden, sie sprechen quasi für mich, und damit für sehr viele andere Menschen in unserm Land, damit meine ich auch die Bundesrepublik, nicht nur BAWÜ.
    Hier nun schon mein Anliegen: Was mir immer zu kurz kommt: Es geht nicht um Bäume, die es zu schützen gilt, das passiert alltäglich in jeder Kommune, auch derzeit bei uns in einem konkreten Fall (Friedhof, Zedern „verschmutzen“ mit den Nadeln Gräber!!), mir geht es um das Wachstum, Großprojekte im Allgemeinen: trotz der Bankenkrise ist man längst zur Tagesordnung übergegangen, Wachstumsziele sind erneut postuliert. Dabei: „Nicht unangemessen“ oder „nicht unverhältnismässig sind einerseits 5,-EUR mehr für Harz4er und ebenso sind Millionen Bonus(se) für HRE Bänker nicht unangemessen. (Ein Kommentator hat das einzig aufgegriffen!) Das ist die tägliche Moral der Politik.
    Also, will sagen: Beim Bahnprojekt geht es um mehr. Es ist ein Paradebeispiel für das Denken der Zeit: Herausragende Ziele verfolgen, (europäische Bahntransnationale, Schaubilder entwerfen, Stuttgart, Albaufstieg als Nadelöhr aufzeigen, Gelder lockermachen, Gremien geschmeidig machen, einstimmen…) und Milliarden binden.
    Auf der anderen Seite seit Jahren in den Medien: Ausbluten der Kommunen in finanzieller Hinsicht, die Liste ist unendlich!
    Also Frage: warum nicht mehr Realitätsbewältigung? In welcher Republik leben wir eigentlich? In einer Baurechtsrepublik?
    Das Beispiel „Atomausstiegs- Wiedereinstieg“ samt Verträge usw. zeigt mehr, als Gönner zugibt. Wenn die CDU auch immer gesagt haben mag, sie steigen wieder aus aus dem Ausstieg, es bleibt Vertragsbruch, und zwar willentlich, vorsätzlich, am Willen der Mehrheit der Bürger vorbei, auch und gerade, wenn es in einem Wahlprogramm steht. Denn: wenn man abstimmen würde über Atomkraft, wäre m.E. die Mehrheit für Vorzug für Ökoenergie.
    Gorleben komme (nicht auch noch über uns)! Für viele Menschen bereits Teil eines Gebetes.
    Lieber Herr Jänicke, ich wünsche Ihnen weiterhin Kraft für Ihr unverzichtbares Engagement!
    Wie wärs mit einer Kandidatur zur Landtagswahl?
    Doch noch ein Gedanke: Wir haben einen Sohn in Ulm wohnen.
    Mit der Bahn dorthin, von uns in Baden-Baden, dauert das über Karlsruhe, Stuttgart bis Ulm 3 Stunden. Da wird sich auch bei den vielen Milliarden für Stuttg21 nichts ändern.
    Ändern wird sich was für die Abgeordneten, die die Schnellzüge nutzen und kein Fahrrad dabei haben, oder Güter bewegen. Von Stuttgart nach Ulm werden 3 Minuten „gespart“??
    Heinz R. Will und Valeska Hilscher-Will

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